Fiese E-Mail „Vollstreckung“ für Deutsche Gewinner Zentrale schockt Empfänger

Computer E-Mail Symbolbild

Eine E-Mail der vermeintlichen Rechtsanwaltskanzlei Hermann-Inkasso-Forderungsmanagement aus Hamburg sorgt für Ärger. Darin geht es um eine angebliche Vollstreckung. Es soll Geld für die Deutsche Gewinner Zentrale eingetrieben werden. Zahlen Sie nicht. Es handelt sich um eine Fake-Mail.

Betrüger versuchen regelmäßig im Gewand von Rechtsanwaltskanzleien ahnungslose Verbraucher abzuzocken. Beispielsweise haben wir in der Vergangenheit schon von den betrügerischen Anrufen im Namen von Rechtsanwälten wegen Gewinnspielschulden berichtet. Auch Abmahnungen im Namen von Rechtsanwälten werden häufig versendet und sorgen für viel Aufregung beim Empfänger.

Aktuell versuchen es Kriminelle erneut. Sie versenden eine E-Mail mit einer Geldforderung. Die Nachricht soll den Eindruck erwecken, dass es sich dabei um eine Art Vollstreckungsbescheid handelt. Angeblich geht es um einen Vertrag mit „DGZ 6-49 / Deutsche Gewinner Zentrale“ . Nun werden neben der Hauptforderung auch Verzugszinsen und Inkassokosten geltend gemacht.

Wir warnen: Zahlen Sie auf keinen Fall und setzen Sie sich nicht mit dem Absender der Nachricht in Verbindung. Es handelt sich bei dem Absender um keine existierende Rechtsanwaltskanzlei.

So sieht die E-Mail „Vollstreckung“ im Namen der KANZLEI Hermann aus

Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass sich der Name des Absenders und auch der Inhalt der E-Mail schnell ändern kann. Sollten Sie die E-Mail mit anderen Daten bekommen haben, leiten Sie diese bitte an kontakt@onlinewarnungen.de weiter, damit wir die Warnung aktualisieren können. Folgende Daten sind bisher bekannt:

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Absender:

  • KANZLEI Hermann
  • KANZLEI Fischer IT Recht
  • Kanzlei-Fischer-Inkasso-Forderungsmanagement, Valentinskamp 24, 20354 Hamburg, Tel: 0 40 226 379 39, Tel: 0 40 334 634 09
  • KANZLEI für IT Recht (Asenov-Inkasso-Forderungsmanagement)
  • Asenov-Inkasso-Forderungsmanagement – INKASSO

Betreff:

  • Vollstreckung

Im Text der E-Mail ist zu lesen:

30.07.2019 Vollstreckung von KANZLEI Hermann

Die E-Mail wurde mit dem Namen und der Adresse des Empfängers personalisiert und wird deshalb von vielen Verbrauchern besonders ernst genommen. Optisch macht die Nachricht dagegen nicht viel her. Und auch inhaltlich lässt der Text sehr zu wünschen übrig, da viele Pflichtangaben fehlen.



Überweisen Sie den Betrag nicht

Viele Empfänger überweisen den Betrag von knapp 100 Euro aus Angst. Das ist falsch. Tun Sie das nicht. In der E-Mail ist eine ausländische IBAN (BG23 UNCR 7000 1523 6295 81) aus Bulgarien angegeben. Einmal überwiesenes Geld ist für immer weg und lässt sich nicht zurückholen.

Existiert die Kanzlei beziehungsweise das Inkassounternehmen?

Nein, die im Kopf der E-Mail genannte und als Absender angegebene Kanzlei existiert nicht. Demnach ist diese auch nicht zum Inkasso berechtigt. Lassen Sie sich nicht einschüchtern. Sie können diese E-Mail löschen. Eine echte und tatsächliche Forderung würden Sie per Post erhalten und auch dann müssen Sie diese ganz genau prüfen, bevor Sie überweisen. Denn letztlich ist immer fraglich, ob Sie überhaupt zur Zahlung verpflichtet sind. Das trifft besonders dann zu, wenn Sie davon gar nichts wissen. Falls Sie Post von einem Inkassounternehmen bekommen, sollten Sie den Schriftverkehr immer mit unserem Inkasso-Ratgeber prüfen.



Sie haben gezahlt? Was ist zu tun?

Falls Sie das Geld bereits überwiesen haben und unsere Warnung zu spät lesen, können Sie nur noch Strafanzeige bei der Polizei erstatten. Wir machen Ihnen allerdings nicht viel Hoffnung, dass Sie das überwiesene Geld je wieder sehen.

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