30-Minuten-Formel: So leicht kann jeder im Alltag etwas für seine Gesundheit tun

Gehen ist für die meisten von uns eine Selbstverständlichkeit. Aber es kann eine kraftvolle Methode sein, um die körperliche und mentale Gesundheit zu verbessern. 

Gehen ist die billigste Sportart, die sich finden lässt. Wir können immer gehen. Ohne teure Schuhe, Trainer oder sonstigem Schnickschnack. Wenn ihr ein Paar Schuhe habt, die nicht für Blasen sorgen, seid ihr schon bereit. 

Braucht ihr noch mehr Argumente? Hier erfahrt ihr mehr über das Gehen und mit welcher 30-Minuten-Methode ihr die größten gesundheitlichen Vorteile erfahrt. 

Welche körperlichen Vorteile hat das Gehen?

Regelmäßiges Gehen reduziert nachweislich das Risiko für chronische Krankheiten, einschließlich Herzerkrankungen, Schlaganfall, Asthma und Typ-2-Diabetes.

Der Fitnesstrainer Dom Thorpe sagte der HuffPost UK kürzlich: Die meisten Vorteile seien darauf zurückzuführen, dass das Gehen uns helfen kann, ein gesundes Gewicht zu halten:

“Es verbrennt nicht nur Kalorien, vor allem Fett, was euch hilft, euer Körpergewicht zu kontrollieren, es aktiviert auch mehrere Muskeln in eurem Körper.”.

Welche Vorteile hat das Gehen für die mentale Gesundheit?

Jede körperliche Aktivität bewirkt, dass der Körper Endorphine freisetzt, die unsere Glücksempfindung steigern. Zahlreiche Studien legen nahe, dass insbesondere das Gehen die Symptome einer Depression lindern kann.

Die führende Organisation in Großbritannien für mentale Gesundheit, Mind, empfiehlt, mehr zu gehen. Und: “Draußen in der Natur zu sein, kann helfen, die Stimmung anzuheben.”

Die TV-Moderatorin Kate Humble sagte der HuffPost, täglich zu gehen, helfe ihr, die Ruhe in einem hektischen Alltag zu bewahren. 

“Der Fluch der Frau im mittleren Alter ist es, dass man nie richtig schläft und wenn man nicht richtig schläft, neigt man dazu, sich Sorgen zu machen.”

Sie fügte hinzu: Das Gehen helfe ihr dabei, “die Dinge, die einen mitten in der Nacht gestört haben, plötzlich viel einfacher zu verarbeiten”. 

Muss man 10.000 Schritte gehen? Forscher empfehlen die Methode: 3 x 10 Minuten

Eine Untersuchung der BBC-Sendung “The Truth About Getting Fit” zeigte: 10.000 Schritte am Tag – für viele der heilige Gral, spricht man über das Gehen – sind nicht die effektivste Methode, um etwas für die eigene Gesundheit zu tun. 

Die 10.000-Schritte seien nicht das “Ergebnis rigoroser wissenschaftlicher Studien, sondern das Ergebnis einer cleveren Marketingkampagne”, heißt es in der Sendung. 

Das BBC-Team führte dann ein eigenes Experiment durch und fand heraus: Drei 10-minütige Sitzungen mit zügigem Gehen pro Tag (was etwa 3.000 Schritten entspricht) – bekannt als “Active 10” in Großbritannien – seien mit größeren gesundheitlichen Vorteilen verbunden als 10.000 langsamere Schritte pro Tag.

► Eine aktuelle Studie, die im “British Journal of Sports Medicine” veröffentlicht wurde, ergab, dass Gehen für nur 10 Minuten pro Woche das Risiko eines frühen Todes reduziere.

Die Studie analysierte Gesundheitsdaten von mehr als 88.000 Erwachsenen aus den 1997 und 2008 und verknüpfte diese mit Todesfällen, die bis Ende 2011 registriert wurden. Bei denjenigen, die sich 10 bis 59 Minuten pro Woche moderat bewegten, wurde festgestellt, dass sie während des Untersuchungszeitraums ein um 18 Prozent geringeres Sterblichkeitsrisiko hatten, als diejenigen, die nicht aktiv waren. 

Wie schnell muss man gehen?

Gesundheitsbehörden empfehlen, dass man mit in einem Tempo gehen sollte, das die Atemgeschwindigkeit und Herzfrequenz erhöht. Fitnesstrainer Thorpe empfiehlt Bergwandern oder Power-Walking, um die Intensität zu erhöhen.

“Dies ist auch eine großartige Möglichkeit, um die Bein- und Gesäßmuskeln zu stärken und die Herzfrequenz anzuheben. Das stellt sicher, dass eure Venen und Arterien frei von Verstopfungen bleiben und die Wahrscheinlichkeit von Herzinfarkten und Schlaganfällen reduziert wird”, erklärt Thorpe. 

Dieser Artikel erschien zuerst bei der HuffPost UK und wurde ins Deutsche übersetzt.