Serienkritik: Dr. House

Willkommen im Princeton-Plainsboro Teaching Hospital! Hier werden besonders schwierige Fälle sofort an das Diagnostik-Team unter der Leitung von Dr. Gregory House übermittelt. Der Clou: Dr. House, ein drogenabhängiger, arroganter aber dennoch genialer Arzt, entscheidet selbst darüber, ob er den Fall übernehmen möchte. Eine Entscheidung die häufig über Leben und Tod entscheiden kann. Ihm ist es egal, ob es sich um Kinder, schwangere Frauen oder ein reiche CEO’s handelt. Für ihn zählt nur eins: Was bietet mir der Fall? Krebs ist zu langweilig. Lieber werden die Patienten behandelt, die ein medizinisches Rätsel darstellen. Das kann z.B. eine schizophrene Frau seine, welche eigentlich gar keine psychische Krankheit vorweist, oder aber ein 6-Jähriges Mädchen, welches bereits in der Pubertät ist.

Es ist ein moderner Twist der Sherlock Holmes Geschichten in den Bereich der medizinischen Diagnostik. Es ist kein Zufall, dass Dr. House in einer Wohnung mit der Adresse 221b lebt und seiner bester (und einziger) Freund Wilson heißt: House ist Holmes, Wilson ist Watson. Jedes medizinische Rätsel ist zu lösen, egal ob es Opfer fordert oder nicht. Somit sind moralische Dilemma an der Tagesordnung. Während sein Team versucht möglichst menschlich zu handeln, zählt für Dr. House nur eines:  Die Lösung. Man beobachtet einen Mann, der einen Gottkomplex auslebt und dabei immer wieder alles auf’s Spiel setzt, um das Rätsel zu lösen und am Ende des Tages die Person zu sein, die schlauer als alle anderen agiert hat.

Die Serie glänzt in mehreren Aspekten, aber besonders die schauspielerische Leistung des Hauptdarsteller Hugh Laurie sticht hervor. Der gebürtige Engländer spricht in einem nahezu perfekten New Yorker Akzent und humpelt seiner Figur entsprechend durch das fiktive Krankenhaus. Neben ihm ist besonders die Rolle des Wilson zu erwähnen. Gespielt von Robert Sean Leonard stellt diese Figur das moralische Gegengewicht dar, welche House daran erinnert, dass er durch seine Art, seine Freunde immer wieder von sich wegdrängt und somit immer als verbitterter Arzt den Rest seines Lebens verschenkt.

 

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