Erneuter Shutdown – Die Stimmung in der Bevölkerung kippt

Am Montag, den 2. November 2020 beginnt die „Light-Variante“ des neuen Lockdowns, der schon bei der Regierungserklärung von Angela Merkel heftige Feedbacks und Reaktionen, der gesamten Opposition, nach sich zog.

Wurde der Lockdown im Frühjahr 2020 noch gemeinschaftlich von Bevölkerung, Wirtschaft und Politik unterstützt regt sich immer mehr Widerstand gegen die Beschlüsse und Regelwerke. Dabei scheint Vorsicht vor Logik zu stehen. Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts werden ignoriert, auch wenn die Zahlen als Hauptargument zählen. Getreu der neuen „Political Correctness“ wird nichts riskiert, denn keiner möchte am Ende den schwarzen Peter haben.

Doch was ist jetzt anders? Die Gefahr für die Menschen in Deutschland ist doch die Gleiche. Es sind die öffentlichen Reaktionen von Menschen, die eine eigene Community haben, die öffentliche Personen sind und deren Leben sowie Existenz immer weiter beschnitten wird. Doch wer sind diese Menschen. Da sind zum einen Künstler und Prominente, die über ihre Social-Media Kanäle kommunizieren. Dazu zählen Michael Wendler, aber auch einige unserer beliebten Fußball-Stars halten sich nicht an die Regeln. Selbst Armin Laschet lässt sich dabei erwischen, wie er im Flugzeug ohne Maske anzutreffen ist. Dann sind da die Gastronomen die über ihren Verband massiven Druck bei der Politik aufbauen, obwohl sie aufwendige und kostspielige Hygienekonzepte umsetzten. Doch was ist mit den Theatern, den Reisebüros oder Bus-Touristikern? Mit den Kinos oder den Sportvereinen? Die Aussichten für diese Branchen? Sehr schlecht. Existenzen sind bedroht, sowohl von Unternehmen wie auch deren Mitarbeitern.

Laut der Wirtschaftsauskunftei „Crif Bürgel“ stehen bundesweit 14,5 Prozent aller gastronomischen Betriebe vor einer Insolvenz. Man rechnet damit, dass im ersten Quartal des nächsten Jahres jeder fünfte Betrieb insolvenzgefährdet sein wird.

Eine Stimme wird besondere Beachtung finden, denn die bekannte Journalistin Dunja Hayali fragt auf ihrem Instagram-Kanal nach der Begründung für das Schließen von sozialen Orten: „Sollten Gastro, Bars, Theater, Opern, Kinos, Fitnessstudios… wieder geschlossen werden, bin ich auf die Begründung gespannt. Das sind Einrichtungen, die in Schutzmaßnahmen investiert und kontrolliert haben.“

Verfolgt man die sozialen Medien so äußern sich vermehrt Menschen, die als moderat galten und die Schutz- und Hygienemaßnahmen unterstützten, zunehmend kritisch. Das kann jeder in seinem eigenen Bekanntenkreis oder über seine sozialen Kontakte erforschen. Oft reicht dabei die einfache Frage: „Was denkst Du über den neuen Lockdown?“ In vielen Antworten wird der Bunderegierung vorgeworfen, sie handle zunehmend aktionistisch und wenig überlegend. Manche werfen Berlin völliges Versagen vor.

Der bekannte Satiriker und Berliner Künster „Harry Chestwig“, beruft sich auf einen Artikel im Fokus, in dem der Hygiene-Professor, Klaus-Dieter Zastrow, empfiehlt mit professionellen, antibakteriellen Mundspülungen zum Selbstschutz zu gurgeln, da dies prophylaktisch wirke. Harry Chestwig hat darüber einen Song geschrieben (https://www.youtube.com/watch?v=0KYtxR3jHIE).

Selbst die leidenschaftliche Verteidigung der neuen Reglements durch CDU-Politiker Ralf Brinkhaus, gestern im Bundestag, verpufft ungehört neben einer steigenden Wut und dem wachsenden Unverständnis innerhalb der deutschen Bevölkerung. (Marc Mutert 30.10.2020)

 

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Marc Mutert

Marc Mutert studierte BWL und ist seit 1993 - ausschließlich in leitenden Positionen - tätig. Seit 1996 arbeitete er für verschiedene Medienunternehmen. TV, Hörfunk, Print, Online, Social Media, Out of Home und Live-Kommunikation. ....mehr über Marc Mutert

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