Ratgeber: Asbest – Die Gefahr lauert in vielen Einfamilienhäusern –

Ratgeber Rheinland-Pfalz: Asbest – Die Gefahr lauert in vielen Einfamilienhäusern

In der Regel ist Asbest in festen Formen kein Problem. Mit zunehmendem Alter jedoch zerfällt es und gibt die hochgradig-krebserregenden Fasern ab. Eine Gesundheitsgefahr die in vielen gewerblichen Immobilien, ehemaligen Industrie-Anlagen, Lagerhallen und Produktionsstätten lauert. Oft unterschätzt; Asbest wurde auch in fast allen Einfamilienhäusern zum Einsatz gebracht. Denn bis zum Jahr 1995 wurde Asbest noch vielseitig eingesetzt und die Entsorgung ist nicht nur gefährlich für Leib und Leben, sondern wurde – mittlerweile – auch gesetzlich klar geregelt.

Für viele Unternehmensgründer oder auch für junge Familien ist der Kauf einer älteren Immobilie die einzige Chance preisgünstig an das benötigte oder ersehnte Gebäude heran zu kommen. In den meisten Fällen folgt dann erst einmal eine gründliche Renovierung, bzw. Sanierung. Doch genau hier lauert die Gefahr von hohen Kosten, einem Baustopp sowie einem erheblichen persönlichen Gesundheitsrisiko. Nicht nur für die Menschen innerhalb der Gebäude, die mit den Materialien unsachgemäß umgehen, da sie nicht wissen was sie dort herausbrechen, abreißen und in einen Bauschutt-Container werfen. Eine Windböe reicht bereits, um die feinen Fasern aus dem Container in der Luft zu verbreiten. Jeder der die Baustelle ungeschützt betritt oder daran vorbei geht, wird einem erheblichen  Risiko ausgesetzt.

Zwar gibt es seit cirka 1995 ein grundsätzliches Verwendungsverbot, doch in Gebäuden zwischen 1930 und 1980 wurde Asbest vielseitig zum Einsatz gebracht.

Aziz Sevindik, der Geschäftsführer von www.wir-entsorgen-sorgen.de hat sich mit seinem Unternehmen auf die Asbest-Sanierung von gewerblichen und industriellen Gebäuden spezialisiert. Zu seinen Kunden zählen große Unternehmen in Rhein-Main und Rhein-Neckar; aber auch Eigenheim-Besitzer. „Asbest wurde seit Mitte der 30er Jahre großzügig eingesetzt und in unglaublich vielen Formen und Produkten verarbeitet. Es galt als ein normaler Baustoff mit faszinierenden Eigenschaften, wie beispielsweise Feuerfestigkeit und einer enormen Widerstandkraft bei Hitze. Großzügig eingesetzte Welldachplatten sind leicht zu identifizieren oder die allseits beliebten Eternit-Platten bei Einfamilienhäusern. Darüber hinaus finden wir es in Zement, bei Brandschutzklappen oder in Lüftungskanälen. Weitere Einsatzfelder waren: die Ummantelung alter Öl-Heizungen, die Isolation von Wasserdampf-Anlagen in Boilern sowie als Belag, bzw. Brandschutz auf der Innenseite der Öltanks im Keller. Es ist einfach überall und für das ungeübte Auge nicht erkennbar. Durch das Alter in einer fortschreitenden Zersetzungsphase, was das Gesundheitsrisiko massiv erhöht.“

Die Gefahr ist stumm, leise und man atmet sie ein, ohne es zu bemerken. Die Fasern sind die eigentliche Gefahr. Sie setzen sich nach dem Einatmen in der Lunge fest und verbleiben dort oft viele Jahre inaktiv. In der Spätfolge jedoch sind sie einer der Hauptverursacher von Lungenkrebs. Doch neben der persönlichen Gesundheitsgefährdung sind auch die Behörden sehr sensibel geworden, wenn es um die sachgerechte Handhabe dieses gefährlichen Stoffs geht. Hohe Strafen werden fällig, wenn Umwelt oder die Bauarbeiter bewusst gefährdet werden. Denn hierbei handelt es sich um eine Straftat.

 

Unser Experte steht für Fragen zum Thema unter folgender Adresse zur Verfügung:
S.K. Sorglos bauen GmbH & Wir entsorgen Sorgen
Alzeyer-Straße 12, 55457 Gensingen
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