Trauer um Stadtarchivar Horst-Dieter Kossmann

Trauer um Stadtarchivar Horst-Dieter Kossmann

Trauer um Stadtarchivar Horst-Dieter Kossmann Oberbürgermeister Feser würdigt seine Verdienste um die Binger Historie Ein Stadtarchiv ohne Horst-Dieter Kossmann – das war schon bei seiner Verabschiedung im Jahre 2018 schwer vorstellbar. Nun gilt es, endgültig von ihm Abschied zu nehmen, der langjährige Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Archivar, ist am vergangenen Freitag im Alter von 82 Jahren verstorben. Licht in die Binger Geschichte zu bringen war für Kossmann Berufung, selbst über den Eintritt ins Rentenalter hinaus hat er noch 20 Jahre das Binger Stadtarchiv betreut. „Dort war er bis zuletzt Anlauf[1]stelle für viele an der Geschichte Interessierte, die bei ihren Recherchen Quellen nutzen, die er zugänglich machte – die Kellerräume in der Bingerbrücker Grundschule waren Treffpunkt und Börse zur lokalen Historie. So manche Vereinschronik hätte ohne seine Daten nicht geschrieben werden können“, blickt Oberbürgermeister Thomas Feser auf Kossmanns Betätigung zurück. Außerdem stand er, so der OB weiter, auch mit anderen Archiven in Kontakt und sichtete angebotene private Archivmaterialien zur Aufnahme in den städtischen Bestand. Sein Bilder- und Postkartenarchiv bildet eine umfassende Sammlung von Aufnahmen Bingens. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern restaurierte er in die Jahre gekommene Bücher des Archivs und rettet diese vor dem Verfall. Besonders hervor hob das Stadtoberhaupt die Reihe der Winzerfestausstellungen, die unter seiner Ägide vergangene Ereignisse beleuchteten: während der Winzerfesttage luden diese Dokumentationen zur Binger Geschichte insgesamt fast 30 Mal zur Auseinandersetzung mit jährlich wechselnden Themen abseits vom Rummel des Weinfestes ein. Kossmann zeichnete verantwortlich für Idee, Konzept, Organisation und vor allem auch die Recherche zu den einzelnen Themen. Mit Beiträgen und historischem Fotomaterial etwa zu „Jung und alt – Kindergärten und Altenheime in früherer Zeit“, „Bingen 1944 – eine zerstörte Stadt“ oder der Geschichte des Heilig-Geist-Hospitals gelang es ihm immer wieder, die Besucher mit Geschichten und Fakten zu vergangenen Epochen zu interessieren und zu fesseln. „Die Arbeit im Archiv fand naturgemäß eher im Verborgenen statt, war und ist aber nichtsdestotrotz von großer Bedeutung, denn das Gedächtnis der Stadt spiegelt auch unsere Identität wider“, betonte der Oberbürgermeister. Öffentliche Wertschätzung wurde Horst-Dieter Kossmann auch durch den Ehrenbrief des Landrates zuteil. Die Stadt Bingen am Rhein würdigte seine Verdienste 1995 mit der Verleihung des Ältesten Stadtsiegels aus dem Jahre 1254 in Bronze. Oberbürgermeister Thomas Feser ehrte ihn anlässlich der 25. Winzerfestausstellung mit der Hildegard-Medaille. Vor wenigen Wochen zeichnete er ihn bei einem persönlichen Besuch mit dem Binger Martinstaler für sein langjähriges Engagement aus.

 

Quelle: Pressemitteilung Bingen

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