Jugendliche können wieder wählen

Jugendliche können wieder wählen

Nach der erfolgreichen Premiere im Rahmen der Landtagswahlen im März werden auch im Vorfeld der Bundestagswahlen in Kaiserslautern am 17. September wieder U18-Wahlen stattfinden. Zwar fließen die Ergebnisse nicht in das offizielle Wahlergebnis ein, für die Jugendlichen sind die Wahlen aber dennoch wichtiger und oftmals der erste Berührungspunkt mit gelebter Demokratie. Die Federführung der Wahl liegt erneut in den Händen von Christian Hirsch vom AWO Knotenpunkt Kaiserslautern, gemeinsam mit dem Jugendparlament und dem Referat Jugend und Sport der Stadt. Vor wenigen Tagen waren alle Interessierte zu einem lockeren Austausch und Planungsgespräch auf den Rathausvorplatz eingeladen.

Warum man dafür den Rathausvorplatz auswählte, das erklärt Tim Lessmeister, Streetworker der Stadt: „Wir wollen gezielt einen Schritt auf die Jugendlichen zugehen und einen möglichst niederschwelligen Zugang zu den Wahlen ermöglichen.“ Generell sei geplant, den als Treffpunkt beliebten Vorplatz künftig für den Austausch mit Jugendlichen verstärkt in den Fokus zu nehmen.

Doch nicht nur die beteiligten sich vor Ort an dem Austausch zur U18-Wahl. „Es war sehr erfreulich, dass sowohl Gespräche mit den täglichen Nutzerinnen und Nutzern des Platzes, als auch mit interessierten Passantinnen und Passanten geführt werden konnten”, so Christian Hirsch. Die Resonanz war durch die Bank äußerst positiv. Auf Sitzsäcken sitzend und eine kühle Limo in der Hand, beriet man unter anderem über die Örtlichkeiten, wo die mobilen Wahllokale Station machen werden. Alle weiterführenden Schulen sollen zu bestimmten Zeitfenstern in der Woche vor der tatsächlichen Wahl angefahren werden. Auch das Jugendhaus in der Augustastraße wird wieder zum Wahllokal. Wichtig ist es den Organisatoren, die Wahl wie bereits die U18-Wahl im März trotz Pandemie als Präsenzwahl in Wahllokalen durchzuführen. Gerade das Prozedere im Wahllokal sei für die Wählerinnen und Wähler ebenso wie für die jugendlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfer essentieller Bestandteil des Erlebnisses, das man mit der U18-Wahl vermitteln wolle.

Die U18-Wahl ist eine Initiative des Bundesjugendrings und wird gefördert durch die Bundeszentrale für Politische Bildung sowie das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Als einzige Kommune in Rheinland-Pfalz hat Kaiserslautern bereits im Zuge der Landtagswahlen im März eine U18-Wahl durchgeführt. Insgesamt 72 Jungen und Mädchen nutzten die Gelegenheit zur Stimmabgabe.

Aufgrund der Expertise hat Kaiserslautern nun die landesweite Koordination der U18-Bundestagswahlen übernommen. Jessica Spettel vom Jugendreferat und Christian Hirsch stehen den inzwischen über 20 Wahllokalen in Rheinland-Pfalz für Fragen rund um die Vorbereitung und Umsetzung der Wahlen beratend zur Seite. Nach den Wahlen schalten sie die landesweiten Wahlergebnisse für die Öffentlichkeit frei.

 

Quelle Pressemitteilung

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