Sternsingen- aber sicher doch!

Sternsingen- aber sicher doch!

Sternsinger 2021 fällt aus- doch wurden jetzt schon erste einzelne Sternsinger gesichtet, wie in Kirchberg. Wie passt das zusammen. Clemens Fey, Diakon für Jugendarbeit im Dekanat Simmern-Kastellaun hat die Antwort: „Wir lassen uns nicht entmutigen und gehen neue Wege.“ Das war für ihn seid Beginn der Corona-Pandemie ganz klar. So ist die Kreativität auch bei der Sternsingeraktion gefragt. Die jeweiligen Pfarreiengemeinschaften (PGM) haben sich mit ihren vielen Ehrenamtlichen in den Dörfern Lösungen für die aktuelle Situation überlegt. Das Kindermissionswerk, für dessen Engagement die Sternsinger unterwegs sind, hatte sich frühzeitig Konzepte zur Umsetzung überlegt. Doch mit dem erneuten Lockdown sind sie nicht umsetzbar.

Markus Koch berichtet für die PGM Rheinböllen, dass sie mit einem Brief der Sternsinger den Segen in die Häuser tragen und für die dringend benötigte Spenden für Kinder in Not sammeln wollen. Jeder Haushalt erhält am 09.oder 10.01.2021 eine Segenspost, die u. a. einen Türaufkleber und einen Spendenaufruf enthält. Sollte der Segen mit Kreide geschrieben sein, wird dieser erneuert. Er bittet alle darum, „Bitte unterstützen Sie diese Aktion! Die Corona-Pandemie verstärkt gerade in armen Ländern das Leid und schmälert Zukunftsperspektiven für Kinder in aller Welt.

Man bedenke, dass bei der jetzigen Impfstoff-Diskussion 90 % die Länder des Impfstoffes gesichert haben, die nur 14 % der Weltbevölkerung ausmachen, also die reichen Industrieländer. Da wäre es schon wichtig auch ein Zeichen zu setzen.“ Doris Huntebrinker und Sara Kleid zählen zu den Ehrenamtlichen in der PGM Kirchberg, die sich auch um eine alternative Vorgehensweise gekümmert haben. Dort verteilen die Sternsinger Flyer, die zur Teilnahme an der Sternsingeraktion einladen. Doch dürfen nur Kinder aus einer Familie mit einem Erwachsenen aus der Familie unterwegs sein. Sie sind in den letzten Tagen und in den Tagen nach Weihnachten von Briefkasten zu Briefkasten unterwegs und werfen Flyer ein. Darin wird informiert, wie man zu einem Sternsingersegen gelangen kann und wie man seine Spende umsetzen kann. Ursula Meinhardt, Pfarrsekretärin in Sohren,  freut sich schon auf emails und Anrufe, mit denen der Segen bestellt werden kann. Für sie wäre es „toll, wenn auch Angehörige oder unterstützende Menschen daran denken und vielleicht beim Bestellen und Anbringen des Segens helfen würden.“ In der PGM Simmern setzen sie auf Zeit. So berichtet Renate Steyer, Gemeindereferentin, dass sie die Sternsingeraktion auf das letzte Januarwochenende, 30. bis 31. Januar verschoben haben. Die PGM Kastellaun hat sich auch eine alternative Vorgehensweise überlegt. Ab dem 2. Weihnachtstag werden in allen Kirchen Sammeldosen, Aufkleber und Infozettel mit einem eindringlichen Spendenaufruf, Segensspruch und der IBAN des Kirchengemeindeverbands ausgelegt.  In vielen Orten werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene einen Flyer mit Segensaufkleber rundtragen und den Menschen in die Briefkästen werfen mit der eingdringlichen Bitte, in diesem Jahr online, per Überweisung oder in die Sammeldosen in den Kirchen zu spenden. Auch Werner Wagner, Gemeindereferent in der Pfarreiengemeinschaft, appelliert an die Menschen in der Region: „Nach unseren Besuchen in der Pfarrei von Pater Hermann in Peru und der Missionsschule in Eswatini ist mir die Sternsinger-Aktion ein persönliches Herzensanliegen, auch alle anderen Projekte des Kindermissionswerkes brauchen unsere Unterstützung.“

 

 

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