Lebendige Bäche in der Stadt

Lebendige Bäche in der Stadt

Das Umweltamt Wiesbaden lädt am Samstag, 5. Juni, um 11 Uhr zum Online-Vortrag „Lebendige Bäche in der Stadt” mit anschließender Diskussionsrunde ein. Der Vortrag findet im Rahmen der digitalen Naturschutzmesse 2.0 „Natur gestalten – Natur erhalten“ statt. Der Login zur Veranstaltung ist unter www.wiesbaden.de/naturschutzmesse oder am virtuellen Stand des Umweltamtes auf der Naturschutzmesse 2.0 unter www.naturschutzmesse-wiesbaden.de zu finden. Die Naturschutzmesse kann von Montag, 31. Mai, bis Sonntag, 13. Juni online unter www.naturschutzmesse-wiesbaden.de besucht werden.

Eröffnet wird die Veranstaltung am 5. Juni mit einem kurzen Einblick in die Aufgabenbereiche des Umweltamtes durch Amtsleiter Dr. Klaus Friedrich. Ganz im Sinne der Naturschutzmesse liegt der Schwerpunkt dabei auf den Arbeiten zum Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität in Wiesbaden. Beispielgebend dafür sind die erfolgreich umgesetzten Bachrenaturierungen. Zwei besonders gelungene Projekte stellen Fachleute des Umweltamtes vor. Interessierte erhalten Einblicke in die Planung und Umsetzung der anspruchsvollen Vorhaben und erfahren, welche Auswirkungen sie auf Mensch, Natur und Klima haben.

Ziel der Renaturierungen ist es, mit abwechslungsreichen Bachstrukturen wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen und gleichzeitig den negativen Auswirkungen des Klimawandels, wie Überhitzung und Überschwemmungen, entgegenzuwirken. Die Projekte wurden unter ganz unterschiedlichen Rahmenbedingungen realisiert. So verbindet der Wellritzbach die freie Landschaft mit der Innenstadt Wiesbadens. Täglich wird er von vielen Menschen zur Erholung aufgesucht. Vom Ergebnis profitieren nicht nur die Lebewesen im und am Bach, auch für Erholungssuchende hat die naturnah gestaltete Landschaft am Bach einen besonderen Reiz.

Eine andere Herausforderung bei der Bachrenaturierungen wird am Beispiel des Klingenbachs in Breckenheim vorgestellt. Bäche bauen sich ihr Bachbett selber, indem sie Teile des Ufers abtragen und an anderer Stelle ablagern. Dafür benötigen sie Platz, der in Ortslagen selten vorhanden ist. Beim Klingenbach erschwerten zudem viele private Bachanlieger und zahlreiche öffentliche und private bauliche Anlagen den Rückbau des Gewässers. Hier war ein hohes Maß an Bürgerbeteiligung, eine präzise Planung sowie innovative Ideen erforderlich, um den gewünschten Zustand des Baches zu erreichen.

 

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